Evonik, Küpper, Bauch, Terhorst und Immel - MarlZeit - Folge 79
Shownotes
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00:00:00: Und damit herzlich willkommen bei Marlzeit, dem Podcast der Marla Zeitung heute mit meinen Kollegen Heinz-Peter Moor
00:00:15: und hohe
00:00:15: Thomas Brisch.
00:00:16: Hallo von meiner Möschstaff an Korte!
00:00:19: Ja und wir fangen mit dem wahrscheinlich größten Knaller an, der jetzt in den letzten Tagen raus kam.
00:00:23: Evonik will noch weitere Stellen einsparen hier im Chemie-Pak als ich glaube immer noch der größte Arbeitgeber.
00:00:32: ja die Leute machen sich natürlich jetzt Sorgen, die da arbeiten.
00:00:36: Heinz Peter du hast dich mit dem Thema schon ein bisschen beschäftigt.
00:00:38: was kann man zum jetzigen Zeitpunkt sagen darüber?
00:00:41: Aus meiner Sicht ist das zu diesem Zeitpunkt kein Knaller mehr Weil wir das Gleiche schon Ende Juni gemeldet haben.
00:00:52: Ich weiß nicht, warum Wonek das nochmal in der Pressemitteilung bekräftigt hat?
00:00:56: Mir ist es jetzt gar nicht so richtig klar geworden.
00:00:59: also auf jeden Fall haben alle Medien gestern natürlich ausführlich drüber berichtet und dann haben wir's auch noch mal getan Und vieles auch wiederholt was wir schon Ende juni halt gesagt haben dass nämlich ja in Deutschland wegfallen werden, dass das Yvonic insgesamt drei tausend zweihundert Stellen abbauen will.
00:01:23: Das ist so ein Umbau-Programm.
00:01:25: also der ganze Konzern soll umgebaut werden, das nennt sich so schnittig Tailormade, also Maas geschneidert und da soll also wichtigstes ja für mal besonders wichtig ist eben kleiner wird.
00:01:44: Ebonik will also seine eigene Tochter senekt, die erst vor einem Jahr oder wann gegründet worden ist?
00:01:52: Ein Jahr Thomas, oder?
00:01:53: Danke ja!
00:01:54: Also wie ist jedenfalls sehr jung diese Tochter, ne?
00:01:56: Genau das ist also die Tochter... Das was früher Infra-Kur gemacht hat, dass es also diese Infrastrukturtochter, die sich um alles kümmert Gleisanlagen, Werkschutz, Werkfeuerwehr und alles was wichtig ist, um diesen Standort zu sichern.
00:02:11: Das ist Senekt.
00:02:12: Sinekt hat also auch ungefähr dreitausend Mitarbeiter, dreitausend Beschäftigte.
00:02:18: Dann bleiben wir jetzt noch für Yvonnec ebenfalls dreitausein.
00:02:22: Beide zusammen haben also ungefähr sechstausende Mitarbeiter und die haben auch eigene Betriebsräte gegründet.
00:02:32: Also es ist nicht mehr so dass es diesen großen Gemeinschaftsbetriebsrat gibt sondern beide werden halt in unterschiedlichen Betriebsräten vertreten.
00:02:43: Und Sinek soll komplett verkauft werden zu hundert Prozent, das wäre Evonek am liebsten.
00:02:48: und wenn das nicht klappt dann wird sich Evonec zu geringen Teilen beteiligen.
00:02:54: also ein Investor wird noch gesucht Gespräche laufen Das ist besonders wichtig für alle Beschäftigten hier.
00:03:06: Was würde das dann bedeuten, wenn Senekt verkauft würde?
00:03:10: Wird dann auch im Raum stehen dass da noch verkleinert wird abgebaut wird oder wäre das jetzt erstmal nur... Da gibt es einen neuen Besitzer und sonst ändert sich nichts.
00:03:17: Gibt's da Infos schon zu ob sich da Gefahren quasi auch mit drin verbergen?
00:03:22: Nein dazu gibts noch keine Infos weil es wie gesagt die Gespräche laufen aber es gibt noch keinen Investor der bekannt gegeben worden ist.
00:03:31: Es gibt noch keine Entscheidung über diesen Verkauf.
00:03:35: Also noch gehört Sinekt zu hundert Prozent zur Ebonik.
00:03:39: Und ja, du hast es ja auch angesprochen Thomas also die Frage ist natürlich wenn das Investor ist der zum Beispiel nicht aus Europa kommt was ist dann noch mit dem Chemie Tarif?
00:03:53: Das Problem ist dass dann üblicherweise es Übergangslösungen gäbe das heißt dann wird der Tarif nach ein zwei Jahre gelten und dann könnte Schluss sein.
00:04:02: Also man muss ja erstmal abwarten, ob es Yvonic überhaupt gelingt, Sinek zu verkaufen.
00:04:07: Man muss ja erst mal einen Käufer finden und wie gesagt ich war ja vor einiger Zeit im Chemie-Pak und wieder so der Gesamtzustand der Infrastruktur in dem Chemie Pak dargestellt wurde besteht zumindest den einigen Bereichen Investitionsbedarf.
00:04:24: das heißt wer immer das Kauf übernimmt nichts Perfektes sondern dann muss wahrscheinlich erstmal eigenes Geld mitbringen um bestimmte Bereiche wieder sozusagen auf Niveau zu bringen.
00:04:35: Und von daher denke ich mal, werden diese Verkaufsverhandlungen schwierig sein?
00:04:41: Ausgang offen und ja aber wenn dann ein Investor aus dem weit, weit Wegland kommt könnte es schwierig werden mit dem Tarif Chemie-Tarif zumindest auf Dauer.
00:04:51: Ich weiß nicht was ihr Wollnig da aushandeln kann.
00:04:54: Ich setze jetzt einfach mal voraus dass der Konzern sich bemühen wird die Zukunft seiner noch Mitarbeiter zu sichern, aber irgendwann haben sie das nicht mehr in der Hand.
00:05:04: Und was eben wirklich... Das Entscheidende ist, Yvonnek würde sich dann halbieren hier im Chemiepark von der Zahl der Beschäftigten.
00:05:12: und diese Klammer, die ja eigentlich diesen Chemie Park achtzig Jahre lang seit seiner Gründung oder neunzig zusammengehalten hat, die würde dann wegfallen.
00:05:23: war ja bisher sozusagen die letzte wirkliche Klammer, die immer noch den Eindruck erweckt hat.
00:05:27: Ja wir sind hier irgendwie eins.
00:05:29: Es gibt seit vielen Jahren jetzt schon die verschiedenen GmbHs verschiedene Unternehmen, die im Chemiepark arbeiten.
00:05:34: das heißt ja auch schon lange nicht mehr chemische Werke Hülz sondern eben Chemie Park und da sind verschiedene Unternehmen drin unter anderem Yvonik.
00:05:42: Und wenn alles so läuft wie Yvonic sich das denkt wird, Yvonne künftig tatsächlich ein Chemieunternehmen unter anderen in diesem Chemie Park sein.
00:05:51: und ob dann auf dem Hülz hoch aus noch der Namenszug steht, das wird man dann sehen.
00:05:56: Eigentlich sinnvoll ist es dann fast nicht mehr weil die Wonnig ist da nicht mehr der Chemie-Park.
00:06:02: Wird sich sogar noch mehr als halbieren denke ich denn... Es gibt ja noch eine Gesellschaft, die haben wir eben noch nicht angesprochen Oxeno, dass auch eine Wonnigtochter, die soll auch verkauft werden produziert C-IV Chemikalien, das sind also die findet man in vielen Alltagsprodukten.
00:06:20: Die findet man im speziellen Autoreifen.
00:06:26: Ganz so schlimm ist es nicht.
00:06:27: In so Sportgetränkeflaschen findest du das auch so festes Harzplastik oder was das ist?
00:06:35: Oder ein Kunststoff ist das auf jeden Fall... Alltagsprodukte, die auch mit diesen Chemikalien hergestellt werden.
00:06:43: und ja auch dieses Tochterunternehmen soll verkauft werden.
00:06:48: Und dann fallen auch nochmal neunhundert Stellen aus Yvonic raus, die dann ein neuer Investor übernimmt.
00:06:56: Also gesehen, die Stellen, die sie streichen wollen heißt nicht dass die Arbeitsplätze da nicht mehr existieren sondern nur nicht mehr bei Yvonics existieren.
00:07:05: Ja genau, man muss das mal genau sich anschauen was da gestrichen werden soll.
00:07:11: Also es soll keine betriebsbedingten Kündigungen geben.
00:07:15: Das war dem Betriebsraten auch wichtig.
00:07:21: also die frei werdenden Stellen sollen nicht neu besetzt werden.
00:07:25: Da gibt's früh Verrentung und Abfindungen für die Leute die freiwillig gehen.
00:07:30: Aber es soll sozialverträglich sein und es soll keine betriebsbedingten Kündigungen geben.
00:07:36: Da gibt's auch eine Zusicherung bis zu einem Jahrzehnte für Ewonik, also damit ist dann nicht zu rechnen.
00:07:48: Das gilt aber nur noch für das was dann noch Ewonick sein wird?
00:07:51: Genau!
00:07:52: Nicht mehr für das, was dann nicht mehr Ewonich sein wird unter Umständ zum Beispiel.
00:07:57: Ja, wenn die in Teilen verkaufen.
00:07:59: Klar, wenn es jetzt eine komplette Übernahme wäre dann müsste die neue Firma sagen ja wir müssen das jetzt auch umsetzen.
00:08:04: also dann kauft man auch die Betriebsvereinbarung mit glaube ich soweit sich das weiß.
00:08:10: aber ja wenn die aufgesplittet werden dann wird schwierig
00:08:12: was
00:08:14: ist übel dann oder kann übel sein?
00:08:16: Dann hoffen wir mal dass die Käufer da ein gutes Händchen haben.
00:08:21: Ja, aber das setzt sich eben auch dieser Personalabot.
00:08:24: Der setzt sich auch im Management fort.
00:08:27: also der betrifft wirklich den ganzen Konzern.
00:08:30: Da kann
00:08:30: man ja fast sagen immerhin, ne?
00:08:32: Also dass es auch in den oberen Etagen dann nicht nur die kleineren drunter leiden müssen.
00:08:37: Aber draus allem ist es jetzt natürlich dann vor allen Dingen ich sage mal für Leute die noch keine Kinder haben oder sowas als die, die man immer so als erstes dann auf Verlister hat für die ist da natürlich erstmal eine gewisse Zeit.
00:08:49: Wie, wie das jetzt für die am Ende weitergeht?
00:08:51: Ja also... Die Krise in der Chemie ist ja bundesweit und wir haben das auch schon im letzten Jahr gesehen oder es war glaube ich sogar schon vor zwei Jahren.
00:09:03: Also bisher gab's ja auch immer eine Übernahmegarantie für alle Auszubildenden.
00:09:09: Das ist jetzt auch nicht mehr der Fall.
00:09:10: Vor einem Jahr wurden da noch mehr als neunzig Prozent der auszubildenen übernommen.
00:09:16: Aber so eine Zusage, wir übernehmen euch gibt's eben auch nicht mehr für alle.
00:09:21: So wie es früher war.
00:09:22: Ja das kenne ich ja aus Mal.
00:09:23: Das hatten wir als die Zeche so langsam... ...als das Ende in Sicht war sag' ich jetzt mal.
00:09:27: Da hieß es dann auch noch nach Jahr.
00:09:29: Wir bilden zwar aus aber wir können euch nix garantieren.
00:09:32: Ich mein da war natürlich immer schon dieser Faktor ne Ausbildung bei der Zeche hier bei RV.
00:09:36: Das hat einen hohen Stellenwert.
00:09:37: Hast du irgendwo nen Job bekommen danach?
00:09:40: Bei Yvonneic wird es wahrscheinlich ähnlich sein, die Qualität der Ausbildung da ist ja durchaus hoch.
00:09:44: Also so wie ich das bei den Jahren immer mitbekommen habe.
00:09:47: Bitter kann's dann trotzdem werden.
00:09:50: Ja gut aber wenn man dann von vornherein eine Ausbildung anfängt und schon weiß okay ich mache hier meine zwei oder drei Jahre und dann muss sich gucken.
00:09:57: Das ist dann beim Weißmanns zumindest.
00:09:59: Die Aussichten sind nach wie vor gut.
00:10:01: also wenn man gut ist ne?
00:10:02: Aber ne hundertprozentige Sicherheit gibt sie ihm nicht
00:10:06: mehr.
00:10:07: Ja und wie es dann mit der Chemiebranche weitergeht ist ja eh.
00:10:09: dann die Frage, ob man da nicht in anderen Bereich gehen sollte.
00:10:14: Es wird tiefgreifende Veränderungen geben.
00:10:16: also Yvonnek will sucht neue Märkte dass sie werden in Asien sein, die werden in Nordamerika sein.
00:10:23: Es gab auch schon Investitionen jetzt in Kanada und in der Slowakai im Gesundheitssektor.
00:10:32: Bringt nur den Leuten die hier so in einer Region wohnen?
00:10:34: Das wäre eine lange Anreise!
00:10:36: Na ja, aber da bleiben wir auf jeden Fall dran.
00:10:39: Du könnt ihr bei uns natürlich im Web und in der App immer mitverfolgen.
00:10:43: Heinz-Peter du wirst in den nächsten Tagen wahrscheinlich nur einiges an Informationen bekommen denke ich mal und dann wird das Bild ein bisschen klarer werden.
00:10:51: Aber zumindest wie du am Einstiegsjahr schon sagtest man kann der Panik so ein bisschen Wind aus dem Segel nehmen.
00:10:57: es ist nicht viel Neues dabei.
00:10:58: Genau dieses Programm wurde schon vor Jahren bekannt gegeben.
00:11:03: Also sagen wir mal so, die Mitarbeiter, die beschäftigten, die wussten davon und auch bei den Gewerkschaften.
00:11:09: Also sagten sie uns, da ist jetzt niemand aus den Schuhm gekippt als er das gelesen hat.
00:11:16: Nein, da waren wir beim Badeweier überraschtal.
00:11:19: Aber der gehört ja auch zu einem Paket?
00:11:21: Dieses Sparkpaket meine
00:11:22: ich.
00:11:22: Er gehört auch dazu.
00:11:24: Nee für den Chemie-Park ist wirklich aus meiner Sicht die entscheidende Frage was wird mitsinneckt?
00:11:31: Das ist viel entscheidend.
00:11:34: Ja genau, das ist wie so eine Stadtverwaltung für den Chemiepark.
00:11:37: Ja
00:11:37: das ist sehr viel im Grunde.
00:11:40: der gesamte Standort wird von Sinek betrieben.
00:11:43: da stehen zuallererst mal die Gaskraftwerke die laufen die den Prozessdampf herstellen für alle chemischen Anlagen die etwas produzieren.
00:11:50: also das ist ja sozusagen die Energie mit denen die chemische Prozesse befeuert werden.
00:11:55: Dampf heißer Dampf und er kommt aus den Kraftwerken.
00:11:59: Das ist Senect, also das ist der Mittelpunkt sozusagen.
00:12:03: Und dann kommen natürlich noch diese ganzen Rahmenbedingungen dazu die ganze Infrastruktur dieser kilometerlangen Rohrleitung Kilometer lange Elektrizitäts leitung Strom Leitung Straßen Schienen Dann natürlich Dinge wie die Werkfeuerwehr wieder Werkschutz all das gehört dazu.
00:12:23: und bemerkenswerterweise sagt Yvonne ja wir machen mit Senect Gewinn Aber das ist nicht unser Kerngeschäft.
00:12:31: Das mag heißen, wir machen nicht genug Gewinn.
00:12:34: Vermutlich?
00:12:35: Die eine Möglichkeit ist aber auch dass sie sagen wir das Geld was ich überhaupt noch investieren können und in die Infrastruktur im Chemiebanken muss man in den nächsten Jahr offenbar investieren.
00:12:45: Dieses Geld kann Yvonik dafür nicht ausgeben sondern muss sich auf seine Kernkompetenzen nämlich die Spezialchemie... konzentrieren und dann auch auf Standorte die offenbar außerhalb Deutschlands liegen.
00:12:57: Das ist das Argument, deshalb brennen sie sich davon weil die sagen wenn wir investieren da nicht mehr darin, das soll gefälligst jemand anders machen sondern wir investiren in unser Kerngeschäft dass es die Idee die da hintersteckt.
00:13:09: Ja und wie es dem Chemie Park gehen wird, da ist entscheidend die Frage wie es auch Senect gehen wird.
00:13:15: ne?
00:13:18: Dass da einiges ist, ich meine Chemie-Pack wird bald hundert Jahre alt.
00:13:22: Da ist einiges wahrscheinlich was... Acht
00:13:23: neunzig erst mal von achtunddreißig ist der.
00:13:26: Haben die nicht Ende der zwanziger schon die ersten Gehversuche
00:13:29: gemacht?
00:13:29: Nee, nee, nee.
00:13:30: Nicht
00:13:30: hier.
00:13:30: Acht dreizig ging es hier los.
00:13:31: Ach okay dann war noch ein bisschen Zeit.
00:13:33: trotz allem da steckt auch viel Altes in dem Gelände Auch wenn man über die Jahrzehnte immer wieder saniert und erneuert hat.
00:13:39: Aber klar, da übernimmt man dann schon einiges.
00:13:41: Da
00:13:42: kann man zum Beispiel Pater Noster fahren!
00:13:43: Wo gibt's das sonst noch?
00:13:45: Wenn man da zum Chef fährt, zum Werk... Ist der noch nutzbar?
00:13:47: Ja, der ist noch nutztbar.
00:13:48: Der ist glaube ich von nineteenhundertvierzig dieser Pater-Noster.
00:13:52: Finde ich mal total spannend.
00:13:53: so eins, zwei Mal im Jahr bin ich ja da auf Besuch dann.
00:13:56: Auf einem Pressetermin und wenn es geht, fahr' ich da gerne mal mit.
00:13:59: Das ist schon beeindruckend irgendwie wie wirklich so ein altes Möbelstück aus längst vergangenen Zeiten.
00:14:06: Ja, und einer der wenigen überhaupt noch weltweit.
00:14:10: Das ist ja einzig mit dem ich bisher in meinem Leben gefahren bin.
00:14:13: Ich glaube im Rathaus Duisbrock gibt es
00:14:16: noch einen.
00:14:19: Wir bleiben auf jeden Fall dran und damit kommen wir jetzt zur Werbung.
00:14:26: Zu allererst wollen wir natürlich darauf hinweisen, dass ihr den elften Oktober euch vor merken solltet.
00:14:31: Von elf bis siebzehn Uhr gibt es dann nämlich hier Marl in Zeit.
00:14:35: das ist unser Tag der offenen Tür bei der Marla-Zeitung zusammen mit der Härtener Allgemeinen und der Recklinghäuserzeitung Und da gibts hier bei uns auf dem Hof natürlich Essen und Trinken ein bisschen Bespaßung für Kinder auch und Ihr könnt hier einen Blick hinter die Kulissen werfen.
00:14:49: Ihr könnt durch unsere Verlassgebäude geführt werden.
00:14:51: Hier unser Podcaststudio euch mal angucken.
00:14:53: unten radiofest öffnet sein Studio Und wir werden in unserem Alten Druckhaus eine Bühne aufgebaut haben, auch ein kleines Café noch nebenbei bemerkt.
00:15:01: Aber da wird es Live Talks geben unter anderem mit den Bürgermeistern.
00:15:05: Thomas Therhorst kommt.
00:15:06: Auch wir präsentieren uns dann natürlich auch und beantworten auch gerne Fragen.
00:15:10: also von daher wenn ihr schon immer mal wissen wolltet was denn hier in diesem grünen Haus an der Kampstraße Vierundachtzig-Bee in Mahl so stattfindet?
00:15:20: Dann kommt vorbei.
00:15:20: elfter Oktober elf bis siebzehn Uhr zum Tag der offenen Tür.
00:15:27: Das Weiteren gilt natürlich nach wie vor unser Schnupperangebot, wenn ihr immer wissen wollt was wir alles so online zu bieten haben für maler-zeitung.de und die MZ Plus App.
00:15:36: Unser Schnuppa-Abo ein Euro für sechs Monate könnt ihr einfach mal reinschauen was wir alle da so zu bietend haben.
00:15:42: Da gibt es nämlich deutlich mehr noch als unseren Podcast hier.
00:15:46: Was wir auch noch im Angebot haben, sind Jobs für dreizehn bis siebzehnjährige mit unseren Taschengeldjägern.
00:15:51: Wenn ihr also selbst in einem Alter seid oder Kinder in dem Alter habt, die so ein bisschen Taschendgeld dazu verdienen wollen.
00:15:56: dann guckt auf www.taschengeltjäger.de.
00:16:00: Da findet ihr alle weiteren Infos und ansonsten könnt ihr auch wenn ihr über achtzehn seid gucken bei www.exploreyourtalents.de slash jobs.
00:16:09: da gibt es alle offenen Stellen bei uns im Verlag und da könnt ihr euch auch direkt bewerben.
00:16:17: Jetzt kommen wir zu einem Thema, was schon seit einiger Zeit so schweilt.
00:16:22: Sei ich jetzt mal in Mahl?
00:16:24: Es geht um die Insel aber nicht vornehmlich.
00:16:27: es geht vor allen Dingen um Thomas Therraus das geht um den Leiter der Insel Herrn Bauch und es geht um einen Referenten Herrn Küpper, der unter anderem auch mal angestellt sein Stadt war und für Klimazuständig war und da hat sich in den letzten Monaten etwas draus entwickelt.
00:16:41: Heinz Peter gibt uns mal einen Überblick.
00:16:42: du bist der absolute Thema.
00:16:44: Ja, die letzte Entwicklung hast du glaube ich aufgegriffen.
00:16:46: Thomas der Volkshochschuleiter Uwe Frank Bauch hat nämlich im Kulturhausschuss seinen Rücktritt bekannt gegeben.
00:16:59: Die Geschichte, die dahinter steckt kann ich ja gleich erzählen aber vielleicht kannst Du ja mal erzählen wie das so angekommen ist was da so für eine Atmosphäre war?
00:17:08: Also ganz merkwürdig!
00:17:10: Es war so dass eben der Uwe-Frank-Bauch seine Kündigung zum Jahresende, im Kulturausschuss bekannt gegeben hat.
00:17:18: Und das war natürlich erst mal ein Paukenschlag und das wurde wirklich sozusagen ja quasi schon wie so'n Fanal gegen bestimmte Entscheidungen gewertet die der Bürgermeister Thomas Theos von einem halben Jahr getroffen hat nämlich dass er einen hier in Mal aufgewachsenen Hochschulprofessor den Professor Friedjof Küppern Meeresbiologe sozusagen verwehrt hat zumindest zu einem gewissen Zeitraum verwehrt hat, in der Insel Vorträge zu halten.
00:17:48: Und das wird eben von einigen gewertet als Eingriff in die Freiheit der Lehre – Herr Bauch sieht das offenbar so auch Friedrich Kipper sieht es so – aus deren Sicht unzulässige Eingriffe in die Freiheit der Lehren, die grundgesetzlich geschützt ist und daraus Ja, also ja schon vor Monaten ein Streit entwickelt der für Außenstehende meiner Meinung nach teilweise sehr schwer nachvollziehbar ist.
00:18:14: Also für Ausenstehenden fehlt es auch sehr schwer diesem Streit eine Bedeutung zu geben die also ich sag mal muss man frech auszudrücken wir den Mal haben echt andere Probleme.
00:18:24: aber gut jetzt wird dieser Streit geführt.
00:18:27: das ist dieses Dreieck das ist der Herr Bauch das ist er Herr Küpper Das ist unser Bürgermeister Thomas Therhorst.
00:18:33: Bislang war das ein Streit, ich sag mal um Dinge wie Verfassungsrecht.
00:18:40: Mittlerweile bekommt es eine politische Dimension.
00:18:42: die CDU ist da jetzt voll reingegrätscht und bringt das Thema zusammen mit der Summe in den Rat.
00:18:50: Man wirft zum Beispiel, der zuständigen Dezernentin vor diese Kulturausschusssitzung nicht richtig geleitet zu haben,
00:19:00: d.h.,
00:19:01: die hätte im Grunde verhindern müssen, dass der Herr Bauch da überhaupt über seine Kündigung spricht und verwaltungsinterner ausplaudert.
00:19:08: Man wird dem Johannes Westermann vor einem grünen Ratsherr, dass der eben in dem den Zusammenhang noch mal genutzt hat, um das Vorgehen von Herrn Therhorst von einem halben Jahr grundsätzlich zu kritisieren.
00:19:20: Und jetzt wird es wirklich politisch und ich frage mich manchmal so als Außenstehender Was ist das?
00:19:29: Also für mich sind das ganz ehrlich, Spiegelfechter rein im Elfenbeinturm.
00:19:34: Ich bin wirklich ein großer Freund wenn es darum geht die Freiheit unseres Landes zu verteidigen auch gegen extreme Kräfte und unser Medienhaus ist immer vorne mit dabei Wenn's darum geht zum Beispiel ungere grundgesetzliche Ordnung zu verteiden.
00:19:48: Aber hier wirklich an malen Leute haben was nicht nur kleiner also Ganz im stummen
00:19:54: Wassertlas muss man sagen.
00:19:57: Ja, also ich möchte jeden der da was der Teil dieser Geschichte ist.
00:20:01: Möchte ich ernst nehmen?
00:20:02: Ich möchte ein Hochschulprofessor ernst nehmen.
00:20:04: Ich möchte einen Volkshochschulleiter ernst nehmen auch die Menschen, die für die Volkshochschule arbeiten, die dieses fantastische Programm erarbeiten.
00:20:11: Das ist ja jetzt neu rausgekommen.
00:20:13: Ich habe mal reingeschaut das es wirklich ein ganz breites Spektrum an Bildungsangeboten was was die Volks-Hochschule in Mal macht und alle Betroffenen dann auch den Bürgermeister Fall beteiligt ist, appellieren vielleicht einfach mal einen Gang zurückzuschalten.
00:20:31: Also
00:20:34: ich versuche mal zu beleuchten was hinter diesen ganzen Animositäten steckt.
00:20:37: also das ging ja vor anderthalb Jahren los.
00:20:40: den Friedjof Küpper, den kennt man ja schon lange der ist ja Meeresbiologe und auch Klimaforscher und als solcher hat er viel sich in Mal engagiert.
00:20:51: er schneidet immer Kopfweiden zurecht Pflege die in der Stadt in Drehva Süd Er hält, hatte auch vorher schon Vorträge in der Insel gehalten und setzte sich Stab für den Klimaschutz ein.
00:21:04: Hatte auch mit Schülern diskutiert.
00:21:06: also er hat schon eine Menge gemacht einmal Und als solcher hat ihn dann der Bürgermeister damals noch Werner Arndt präsentiert.
00:21:15: Fridjof Küpper sollte eigentlich die kommunale Wärmeplanung der Stadt begleiten, strategischen Konzept entwickeln.
00:21:23: so wurde uns das vorgestellt.
00:21:25: Ja, also er wurde uns als jemand vorgestellt der das wirklich ja visionär macht sagt wo kann mal die Stadt Mal an CO zwei und so weiter sparen?
00:21:43: wie kann die kommunale Wärmeplanung ja Energie intensiv verwirken energie effizient verwirklicht werden.
00:21:52: Und ein paar Monate später fand, dann musste dann Herr Küpper seine Kündigung unterschreiben und fühlte sich degradiert zum Sachbearbeiter der Schornstein-Fegern hinterher telefoniert.
00:22:07: Ob sie denn irgendwie die Kehrdaten geliefert haben?
00:22:10: Das war dann sein Job tatsächlich?
00:22:12: Das sagt er sei sein Job gewesen.
00:22:16: Wir konnten die Verwaltung, die Stadtverwaltung dazu schlecht befragen weil Sie mussten ja einen Datenschutz beachten.
00:22:23: also es scheint da wohl Ja also die die Amtsleiterin, die Leiterin des Amtes für Klimaschutz.
00:22:31: Vivien Wies war ja seine unmittelbare Vorgesetzte.
00:22:34: Ich denke mal die beiden haben sich nicht so gut verstanden und irgendwie war das dann einfach dazu gekommen dass man da unterschiedliche Vorstellungen hatte von dem was er da arbeiten muss.
00:22:49: nur wenn man das dann der Öffentlichkeit groß vorstellt.
00:22:54: Da ist einer Anerkanter Hochschulprofessor, der verzichtet auf große Teile seines Gehals um hier so ein zwölft Stundenjob zu übernehmen und die kommunale Wärmeplanung in einem großen Bogen zu entwickeln.
00:23:09: Und dann geht man davon aus dass er jetzt nicht so als einfacher Sachbearbeiter eingestellt wird und es halt auch nicht so davon ausgegangen sagt aber er hätte dann irgendwann doch sich in dieser Rolle wiedergefunden als einfacher Sachbearbeiter.
00:23:25: Und da sei er ja dann wohl unterbesetzt gewesen, okay also die Stadtverwaltung kann und darf dazu nichts sagen aus Datenschutzgründen.
00:23:34: aber da war schon so eine Verwundbarkeit da auch bei Herrn Küpper und kurze Zeit darauf.
00:23:42: Also er hat das öffentlich gemacht weil er sich da auch verwundet fühlte.
00:23:51: Das hat ihn schon sehr geärgert.
00:23:53: Er hat ja auch Teile seiner Zeit investiert und auf große Teile seines Gehalts dann als Professor verzichtet, hat nun noch seinen Job zur Hälfte dort ausgefüllt.
00:24:06: Und dann wurden ihm plötzlich die Klimaschutzvorträge entzogen, die er an der Volkshochschule hält.
00:24:15: Da fragt man sich, worum ging es da?
00:24:19: mit Leuten durch die Stadt zu gehen, so zeigen wie man Kopfweiden pflegt.
00:24:23: Da zeigt er am Beispiel Zyperns die dramatischen Folgen der Klimakrise und erklärt was eigentlich jeder von uns für die Energiewende tun kann.
00:24:33: und warum soll er diese Vorträge nicht mehr halten?
00:24:35: Da wundert man sich ja dann doch!
00:24:38: Da wundert man sich und ja, wenn man mal näher nachhört.
00:24:41: Man kriegt ja doch so Verschiedenes mit.
00:24:43: also es ist klar das hast du schon richtig geschildert Heinz-Peter.
00:24:47: ich sag mal so wenn ein Hochschulprofessor auf reale Verwaltung trifft auf die Niederung da prallt was zusammen was vielleicht wirklich nicht gut zusammen passt.
00:24:56: Das kann man sich schon vorstellen und dass daraus dann Reibereien und persönliche Animositäten entstehen eben auch Verletzungen die du ja gerade auch gut beschrieben hast das kann man.
00:25:07: Und die offizielle Erklärung für dieses Verbot der Vorträge, die ich gehört habe ist.
00:25:12: Dass man wirklich befürchtet hat und wohl auch konkreten Anlass zu der Sorge hatte dass Herr Professor Küper da sozusagen nachkarten würde.
00:25:22: Was so seinen Beschäftigungsverhältnis anbelangt was sein Verhältnis zur Stadt wie die Stadt tatsächlich oder angeblich mit ihm umgegangen wäre.
00:25:32: Man befürchte dieses Nachkarten Und hat dann einfach gesagt, du nicht und konnte ihn wohl auch möglicherweise verwaltungsrechtlich noch so ein bisschen binden.
00:25:43: Weil wer einmal bei der Stadt beschäftigt war ist ein treue Verhältnis eingegangen was auf Verschwiegenheitspflichten beinhaltet die auch über das Beschäftigungsverhältnis hinauswirken.
00:25:55: also das war im Grunde so der Ansatzpunkt dass man glaubte ihm das verbieten zu können oder ihn da raushalten zu können.
00:26:03: Und dass es eben heute umstritten und der Professor Küper verlangt eine rechtliche Knastellung, und das ist eben genau die Frage wenn man mal schaut Ist er schon so?
00:26:13: Eine Volkshochschule is eigentlich autonom.
00:26:16: Also es gibt eigentlich niemanden der von außen da rein gerät.
00:26:19: schon kann und sagt ihr müsst dat und dat als Veranstaltung machen Ihr dürft nur den und denen beschäftigen.
00:26:25: Das geht eigentlich nicht.
00:26:27: Aber in diesem Fall, das ist jetzt mein Eindruck ohne dass ich Verwaltung kriege.
00:26:31: Ich glaube den Beruf die Stadt sich auch darauf, dass der Professor Küper mal städtische Angestellter war, dass er Bindung und Verpflichtung eingegangen ist Und da glaub man sozusagen ihn auch dazu, ich sage jetzt mal zwingen zu können eben diese Vorträge nicht zu halten.
00:26:47: Heinz-Peter du hast das ja weiter verfolgt.
00:26:48: danach sind ja von ihm weitere Vorträgen In der Insel gehalten worden.
00:26:53: also eigentlich war das Verbot wohl bezog sich nur auf einige wenige Veranstaltungen.
00:26:59: Tatsächlich ist ja Herr Prof.
00:27:01: Küper heute auch wieder im aktuellen Verzeichnis der Angebote, der Volkshochschule für den Anstaltungskalender in dem aktuellen.
00:27:11: Also von außen könnte man meinen Mein Gott worum
00:27:13: streiten.
00:27:16: Es gibt ja auch, also der Bürgermeister sagt Ja wir haben uns eigentlich auch geeinigt.
00:27:21: ich verstehe nicht warum das Thema wieder auf den Tisch kommt.
00:27:24: Das bestreitet Herr Küper.
00:27:25: Genau dass
00:27:26: es diese Einigung gegeben hat.
00:27:27: also da sind auch wieder zwei verschiedene Darstellungen.
00:27:32: mal ganz kurz Man nimmt jetzt an, er durfte die Vorträge nicht halten.
00:27:38: Weil man Angst hatte, er könnte etwas sagen was er eigentlich nie sagen darf.
00:27:43: Ja so
00:27:44: habe ich das gehört.
00:27:46: Er hat Theost auch zu uns persönlich gesagt.
00:27:50: Ich kann das mal zitieren, er hat gesagt, Herr Küpper hat durch sein Verhalten nachhaltig Vertrauen zerstört und Porzellan zerschlagen.
00:27:58: Es ist davon auszugehen dass sich dieses Verhalten in seinen Vorträgen fortsetzt Und aus diesem Grund hat die Stadt mal als Auftraggeberin kein Interesse mehr an einer Zusammenarbeit bei der Volkshochschule.
00:28:12: Finde ich irgendwie schwierig, weil ganz ehrlich hätte ... Hätten sie ihn machen lassen?
00:28:18: Wenn er was gesagt hätte, was jetzt rechtlich relevant wäre, hätten sie doch immer noch etwas machen können.
00:28:23: Das wär ja quasi ... So nach dem Motto muss er selber wissen, was er da sagt und dann kam aber das ... Klingt er danach, dass er hätte Dinge sagen können, die sie gar nicht erst in der Öffentlichkeit haben wollen?
00:28:34: Naja.
00:28:35: Er hat vorher gesagt ich will eigentlich nichts zu meiner Aufgabe bei der Stadt sagen sollten.
00:28:40: dann ich will über Klimaschutz sprechen und Ich habe ja die Themen genannt um die es da ging Die sind ja politisch unverdächtig.
00:28:49: Ja Ja, das ist schon vorausallender Gehorsam irgendwie finde ich.
00:28:53: Also ich sage mal so wenn man das mal von außen betrachtet wie gesagt ich will da keine leere erteilen bestimmt nicht bin ja kein verwaltungsrecht gleich war nie in einer verwaltung tätig aber es ist schon so.
00:29:04: also... Die Gündigung von damals nachvollziehen, weil die Einstellung war irgendwie ich sag mal ein Missverständnis.
00:29:11: Also da ist glaube ich eine Einstellung, die unter völlig falschen Voraussetzungen erfolgt ist.
00:29:17: Was sich für Unglug halte es wirklich einem Hochschulprofessor der sich mit Klimathemen beschäftigt zu verbieten einen Vortrag zu halten zu keine Ahnung zu Kopfweiden oder was auch immer.
00:29:30: also Ich glaube das is einfach Unklug gewesen, das war einfach drüber.
00:29:34: Also die Kündigung kann man nachvollziehen und danach hätte man die Sache auf sich beruhen lassen können glaube ich auch weil da wären nicht viel Schlimmes nachgekommen.
00:29:44: also Herr Professor Küpper hätte damals über seine Kopfweiden gesprochen und über Klimaschutz dem dann wäre gut gewesen.
00:29:51: Da ist die Stadt übers Ziele hinaus geschossen.
00:29:53: Das ist so eine Volkshochschule in Ort an den man sich austauscht.
00:29:58: Da darfst du auch um Politik, um Klimapolitik gehen
00:30:02: Ja natürlich.
00:30:03: Und das ist ja dann auch so eine seltsame Form von Machtdemonstrationen, also so kommt es zumindest dann rüber.
00:30:09: Ich
00:30:09: sag mal so klar ich mein wenn da jemand über Leute aus der Verwaltung herzieht hat er Bürgermeister die Pflicht sich schützen vor seine Angestellten zu stellen und das ist der Anspruch den er auch hat.
00:30:22: Das heißt dass er jetzt noch einmal in einer aktuellen Stellungnahme gesagt seinen Job bis Angestellte vor Verleumdung, vor übler Nachrede zu schützen.
00:30:31: Deshalb hat er damals so gehandelt wie er gehandelten.
00:30:36: Das ist seine Sichtweise der Dinge.
00:30:39: Nur Herr Köpper hatte es ja noch nicht gesagt.
00:30:41: man hatte nur eine Befürchtung und...
00:30:43: Naja es gab wohl entsprechende Äußerungen in sozialen Netzwerken.
00:30:46: also das ist nicht so dass das eine reine Wage Vermutung war.
00:30:50: tatsächlich steht es jedenfalls in einer aktuellen Stellungnahme der Stadt Marl zu diesen Vorfällen.
00:30:56: soll es diese Aussagen von Professor Küper über Verwaltungsangestellte in den sozialen Netzwerken gegeben halten.
00:31:05: Haben!
00:31:05: Aus meiner Sicht jetzt ohne Gewehr kann ich nichts zu sagen, aber das steht so in dieser Stellungnahme drin der Stadt.
00:31:14: Also so ganz außer Luft gegriffen war's wohl nicht.
00:31:18: Prost um eine schwierige Nummer finde ich.
00:31:20: Ja
00:31:20: und wie ich frag immer wieder wen interessiert das?
00:31:23: Also wir haben
00:31:24: eine Stadt mit einem Sack voll Probleme.
00:31:27: Und also dieses Nachkarten, da jetzt ich weiß...
00:31:30: Ja und hinterlässt halt bei niemandem einen guten Eindruck.
00:31:34: Also um das abzuschließen ist erstmal der Landrat gefordert oder die Kommunalaufsicht müssen dann Gucken.
00:31:42: durfte der Bürgermeister das?
00:31:44: Ja, genau.
00:31:45: Also ein Maler-Bürger hat das Ganze angezeigt sozusagen bei der Bezirksregierung.
00:31:49: na hier Freiheit der Lehre verletzt und so grundgesetzlich geschützt darf ein Bürgermeister dass Bezirk Regierung hat sich für nicht zuständig erklärt.
00:31:57: die ist glaube ich zuständig nur bei kreisfreihen Städten.
00:32:00: mal gehört zum Kreis Recklinghausen.
00:32:01: also ist Kommunalaufsicht beim Kreis Reklinghaus Da wird es jetzt geprüft wobei jetzt auch die Mareller Stadtverwaltung wieder ausdrücklich betont auf aus Initiative der.
00:32:14: Kommunalaufsicht geschehen, sondern eben weil sich ein bürger gemeldet hat und dann muss die kommunale Aufsicht dieser diesen ding nachgehen.
00:32:23: so einen urteil ist noch nicht gefallen.
00:32:26: Man darf gespannt sein aber ich glaube irgendwelche sensationen sind da nicht zu erwarten.
00:32:31: warten was ab.
00:32:33: wir bleiben dran.
00:32:33: ja
00:32:33: wir bleiben daran jeden fall.
00:32:38: Ja, und ein anderes Thema an dem wir schon sehr lange dran sind jetzt auch sehr lange daran ist ja Dr.
00:32:43: Ernst Immel oder der Fall dr Ernst Immel viel mehr.
00:32:46: Der ehemalige nicht nur Bürgermeister sondern auch Direktor der heute gleiche Menge Realschule Und mittlerweile ist man so weit dass die Realschuhe dann doch mal anders benannt werden soll Nur den Untersuchungsbericht zu sagen denen es dazu gegeben hat.
00:33:01: er hat jetzt dafür gesorgt das dann doch einige Leute sich einmal gemeldet haben bei uns Ja, kannst du es im Überblick geben.
00:33:09: Was war so der Tenor bislang?
00:33:11: Es hat ja jetzt diese Schulausschusssitzung gegeben in der letzten Woche und dies aus meiner Sicht auch wieder sehr unglücklich gelaufen.
00:33:18: Man hat da über eine Beschlussvorlage abgestimmt die ist auch einstimmig angenommen worden bei einer Enthaltung.
00:33:26: das heißt also der Name der Schule wird geändert.
00:33:29: Das steht jetzt mehr oder weniger fest.
00:33:31: Das Unglückliche ist nur wieder, wie diese Beschlussvorlage formuliert ist und was tatsächlich geschehen ist.
00:33:36: In dieser Beschluss-Vorlage steht im Grunde drin dass der Schulname geändert wird aber sicher nicht weil Betroffene sich gemeldet haben und von den Prügelattacken des damaligen Schulleiters erzielt haben.
00:33:49: Und das ist natürlich für alle die heute noch leben und diese Attacken erlitten haben äußerst unglücklich formuliert.
00:33:56: also es wäre wirklich ein leichtes gewesen dann einen Einversöhnlichen Satz reinzufügen, der eben nochmal ausdrücklich auf die Zeugenaussagen und die Leserbriefe die schriftlichen Stellungnahmen eingeht.
00:34:07: Und man hätte einfach sagen können ja auch das war für uns ein Anlass uns mit einer Änderung zu beschäftigen.
00:34:13: Das hat letztlich auch dazu geführt dass wir den Namen jetzt ändern werden.
00:34:16: es wäre so einfacher.
00:34:19: Aber nein, das hat man nicht gemacht und im Schulauschuss wurde leider auch nochmal bestätigt.
00:34:24: Dass man explizit niemanden dazu befragt hat der damals Zeitzeuge war.
00:34:29: also keiner von denen der damals geschlagen wurde wurde für die Urteilsfindung oder für die Beschlussfassung der Stadt befragt.
00:34:38: Das hat man noch mal ausdrücklich hervorgehoben weil die werden ja alle sehr alt und die Vorliege legen ja schon der Zehnte zurück und wer kann sich da schon noch so genau dran erinnern?
00:34:47: Und man hat eben Man hat das einfach sozusagen beiseite geschoben und es ist natürlich äußerst unglücklich.
00:34:53: im Schulausschuss waren zwei Betroffene da.
00:34:57: Einer war so clever gewesen und hatte in der Bürgerfrage halbe Stunde seine Fragen schriftlich formuliert, er durfte dann auch sprechen.
00:35:04: Der hat dann auch entsprechend die Stadtverwaltung Nummer attackiert und ich kann den Frust von dem Herrn wirklich sehr gut nachvollziehen.
00:35:13: Also es ist schon echt bitter.
00:35:14: Und noch unglücklicher war dann, dass ein weiterer Betroffener, ein zweiundachtzigjähriger her der damals auch schlagen wurde und er eben auch gesehen hat wie andere geschlagen wurden, der das in einem Lesabrief schriftlich dokumentiert hat, als er sprechen wollte keine Gelegenheit mehr bekam.
00:35:30: Formal richtig weil entweder spricht man in einer Bürgerfrage halbe Stunde oder man hat keinen Rederecht aber Man hätte das geschickter lösen können.
00:35:40: Man hätte diesen Herrn doch zu Wort kommen lassen sollen, das ist ihm völlig ... Ja, will
00:35:44: man ja offenbar dann nicht?
00:35:45: Geht doch
00:35:46: ganz einfach!
00:35:47: Wir unterbrechen mal kurz die Sitzung und geben dem Herr das Wort.
00:35:50: Eben,
00:35:50: aber wenn es in der Beschlussvorlage schon so komisch drinsteht, dann will man das ja offenbauen.
00:35:55: Also das lese ich zumindest jetzt erstmal daraus.
00:35:59: Ich weiß auch nicht was da ... Das ist wieder unglücklich gelaufen.
00:36:02: Und wie gesagt, also der Schulausschussforsensitz ist Brian Nichols Und das ist eigentlich jemand, der eigentlich sehr sensibel mit solchen Themen umgeht und das auch schon oft gezeigt hat.
00:36:13: Das war wieder so eine unglückliche Situation.
00:36:15: Ja, er hat formal alles richtig gemacht aber...
00:36:20: Das bringt ein bisschen weiter bei deinem Nummer!
00:36:22: Das
00:36:22: ist echt so unglücklich und es macht zu wüten.
00:36:26: Vor allen Dingen die Zeugenaussagen sind wichtig.
00:36:28: also ich darf das mal sagen Ich bin selbst gelernter Historiker.
00:36:31: Klar jeder Historiker freut sich wenn er schriftliche Dokumente hat Aber in diesem Fall gibt es keine schriftlichen Dokumente und das ist ja auch naheliegend.
00:36:40: Warum sollte er Immel damals jeden Tag aufschreiben, heute wieder dreifreche Schüler geohrfeigen Edge?
00:36:47: So dumm wird er nicht gewesen sein!
00:36:48: Und der wird auch nicht so dumm gewesen sein Schülerkrankenausreif zu schlagen, sodass man dann in einer Klinik oder über einen Rechtsanwalt mit klagenden Eltern was schriftliches oder über Atteste heute noch etwas Schriftliches vorliegen hätte.
00:37:00: Nein, das hat er nicht gemacht.
00:37:03: Danach zu suchen, ja man kann das machen.
00:37:06: Aber dann einfach zu sagen ne ich liefere jetzt mal einfach ein Porträt der damals in gesellschaftlichen Verhältnisse und stelle dann fest, damals war Schlagen normal also war ja E-Mail normal.
00:37:18: Also wenn wir den Schulnamen ändern aber sicher nicht deshalb weil er da mal Schüler geschlagen hat Und dass ist so zusammenfassend das was die Stadt Mal jetzt nach vorne schiebt Wir ändern zwar den Namen aber nicht weil er dann mal Schüler geschlagen hat sondern Weil der Name ins Gerede gekommen ist oder wie die Dezerninzin das formuliert hat, weil der Name verbrannt ist.
00:37:39: Ja also das ist ein ganz unglückliches Handeln, dass sie Betroffenen können mit dem... Ergebnis zufrieden sein, aber nicht mit dem Weg dahin.
00:37:48: Ich
00:37:48: wollte auch mit dieser Aumentation das war ja damals normal.
00:37:51: also müssen wir uns damit nicht weiter beschäftigen.
00:37:52: Also dann müssen wir in unserer Historie unseres Land ganz schön viele Dinge normalisieren glaube ich.
00:37:57: Das
00:37:57: denke ich auch aus.
00:37:58: wie ich sage ich kann nur mein eigenes Beispiel nehmen.
00:38:01: ich bin an der Geschwister am Geschwisterscholl Gymnasium zur Schule gegangen.
00:38:05: die Geschwester Scholl haben sich eben damals nicht verhalten wie alle anderen und deshalb sind sie heute Vorbilder.
00:38:11: Und Herr Ernst Immel weiß nicht, was der als Bürgermeister geleistet hat.
00:38:15: An sein, dass er da seine Meriten hat aber als Pädagoge ist ja sicherlich nicht würdig das nach ihm eine Schule benannt wird.
00:38:21: Das ist meine Meinung nach dem, was ich gehört habe.
00:38:23: Ich hab nämlich mit mehreren Zeitzeugen persönlich gesprochen und das war mir auch wichtig.
00:38:29: Man muss vielleicht in diesem Zusammenhang nochmal daran erinnern, dass wir ja als Medienhaus die ganze Geschichte überhaupt erst mal öffentlich machen durften, weil sich bei uns jemand gemeldet hat.
00:38:39: Und der erste, der sich gemeldete, das erste Prügelopfer, war noch so verunsichert, erher wollte unbedingt anonym bleiben was wir natürlich auch möglich gemacht haben, weil der Angst vor Repressalien hatte, vor Reaktionen.
00:38:53: aus unserer Sicht unverständlich.
00:38:55: aber man kann sich vorstellen dass eben Menschen die in dieser Zeit damals aufgewachsen sind immer noch in einer gewissen Befangenheit.
00:39:03: und Also wie gesagt, mich regt das.
00:39:06: Mich selbst hat das wirklich aufgewirrt durch die Gespräche, die ich führen durfte mit den Menschen, die damals bei uns ganz frei darüber berichtet haben.
00:39:13: wir sind auch noch mal dahin gefahren zur Schule und wir sind zu dieser Treppe gegangen wo eben damals oben am oberen Ende der Treppe das war so ein Aufgang zum Haupteingang des damaligen Schulgebäudes wurde dann eben dann die Ohrfeigen verteilt wurden Und da waren jetzt Leute dabei, die sich nicht mehr getraut haben, die Treppe raufzugehen.
00:39:32: Das konnten sie nicht über sich bringen und allein so eine Situation hat mir ganz klar gemacht, da müssen dann mal schlimme Dinge passen.
00:39:40: Wir haben
00:39:41: ja auch viele Leserbriefe dazu veröffentlicht und die weit aus wirklich überwiegende Mehrzahl hat.
00:39:49: der Leser Briefschreiber und Schreiberin hat ja auch davon berichtet wie sie geschlagen worden sind und dass da geschlagen wurde.
00:39:57: ganz wenige vereinzelte Stimmen, die Herrn Imel verteidigt haben.
00:40:01: So nach dem Motto ich habe da nie was von mitbekommen.
00:40:03: aber das waren die Ausnahmen.
00:40:06: und ja ich kann mich selbst erinnern.
00:40:09: Ich bin jetzt schon über thirty-fünf Jahre hier.
00:40:12: einmal dass mich schon mehrfach Leute darauf angesprochen hatten und auch erzählt hatten ,dass Herr Imel ja oft hart durchgegriffen hat und also drauf gehauen hat ... immer mal so nebenbei erfahren, wenn das Gespräch auf ihn kam.
00:40:31: Ja, kenne ich auch nicht anders als Maler.
00:40:34: Ne, gehört habe ich auch schon davon und man darf vielleicht noch mal da rein erinnern die... Das ist ja kein Zufall, dass das Thema jetzt nochmal aufgekommen sind.
00:40:41: Einigen Leuten ist einfach die Hutschnur geplatzt, als sie bei uns in der Zeitung gelesen haben,... ...dass diese, dass Teile der Ernst-Emmel-Realschule jetzt auch noch unter Denkmalschutz gestellt werden.
00:40:50: Also das sozusagen der Ernstemmel eine weitere Ehrung bekommen.
00:40:54: Und da haben sich die ersten gemeldet und dann gesagt, jetzt ist aber Schluss.
00:40:58: Das muss man vielleicht auch noch mal wissen, weil ein Vorwurf an die Herrenschaften ist hier auch.
00:41:02: ja wieso meldet ihr euch denn erst jetzt?
00:41:06: Wenn man sich mit der Thematik nicht beschäftigt, dann kann man das auch nicht nachvollziehen glaube ich.
00:41:11: Aber es ist ein Trauma jetzt nicht irgendwie.
00:41:13: was ist, womit man die ganze Zeit durch sie durchgegenläuft und allen davon erzählt.
00:41:18: Da sollte eigentlich auch den Verantwortung klar sein.
00:41:22: Jedenfalls denke ich mal wie als Medienhaus.
00:41:24: Also wir dürfen wirklich stolz darauf sein, dass die Menschen sich bei uns gemeldet haben.
00:41:28: Dass sie uns vertraut haben und das wir das Thema öffentlich machen durften.
00:41:32: Und ich denke mal das ist uns auch ganz gut gelungen.
00:41:34: der Name wird jetzt geändert.
00:41:36: Das wird jetzt im Rat nochmal formal beschlossen am ersten Oktober aber das ist dann wirklich nur noch noch formal hier und dann ist es richtig so die Schule selbst wird einen Namen finden Und da darf man mal gespannt sein.
00:41:48: In dem Schulausschuss hat man sogar eine Variante gehört, dass es vielleicht gar nicht mehr um einen Namen geht.
00:41:52: also einer Variante könnte auch so ein Schule der Demokratie und das hatte zum Beispiel die Vertreterin der Partei Die Linke ins Spiel gebracht, dass man über sowas auch mal nachdenken könnte.
00:42:04: Ein Vorschlag war die Schule nach Auguste Victoria zu benennen.
00:42:07: Also Zeche letzte Kaiserin aber das ist wohl schon verworfen worden.
00:42:12: Das wird wohl nicht der Weg sein.
00:42:15: Ja und in diesem Zusammenhang vielleicht auch noch mal dahin weiß, wenn ihr irgendeine Geschichte habt die ihr uns anvertrauen wollt.
00:42:24: Und dabei anonym bleiben wollt wir haben eine anonymen Briefkasten digital.
00:42:29: Wenn ihr bei uns auf die Website geht am Fuß der Website findet ihr den.
00:42:32: da könnt ihr wirklich komplett anonym uns Informationen schicken auch Dateien mit schicken falls ihr da irgendwas habt um irgendwas zu belegen.
00:42:40: also immer gerne her damit und wir gehen damit.
00:42:43: dann hat man ja jetzt auch gesehen zu hundert Prozent vertrauenswürdig mit um und wollen natürlich, dass solche Geschichten dann trotzdem wie ich an die Öffentlichkeit finden.
00:42:55: Das wollte ich nur mal nebenbei noch einschieben.
00:42:57: Wollte ich es nicht
00:42:58: abwühlen?
00:43:00: Ja richtig!
00:43:02: Trotzdem ärgerlich das alle nehmen die Ernst nur die Politik irgendwie nicht habe ich so das Gefühl jetzt.
00:43:08: Es ist schade und ist eben nicht nachvollziehbar.
00:43:12: also Wie gesagt, diese Beschlussvorlage ganz unglücklich formuliert.
00:43:17: Das hätte man echt besser machen können.
00:43:19: Man hätte die Leute einfach mal fragen können zuhören das Protokollieren und sozusagen einfach mal in den Gesamtentscheidungsprozess mit einfließen lassen.
00:43:29: Das wäre doch so einfach gewesen.
00:43:31: So einfach und dass das bewusst nicht gemacht wurde.
00:43:36: also wie gesagt ich habe Den Eindruck, dass da einige Leute vor lauter Bäumen den Wald nicht gesehen haben.
00:43:42: Man wollte unbedingt korrekt vorgehen und historisch genau vorgehen.
00:43:47: Das ist ja auch gelungen.
00:43:48: Also die Studie der Gerd Heiben vorgelegt hat zum Leben von ... Ganz emel und zu den gesellschaftlichen Umständen damals.
00:43:59: Das ist wirklich total interessant, lohnt sich zu lesen wissenschaftlich total präzise gibt einem blicke auch in ein stück maler geschichte in die geschichte der zeit damals fünftiger sechziger jahre.
00:44:11: und es stimmt ja ich hab's ja selbst auch erlebt.
00:44:13: also ich habe jetzt als ich bin Jahrgang dreiundsechzig war eigentlich schon nicht mehr so ganz in diese Zeit aber In der Schule noch ein, zweimal ne Ohrfeige gekriegt.
00:44:21: Das habe ich zu Hause gar nicht erzählt weil dann hätte ich zu hause nur einen hinterhergekriegt nach dem Mutter da wir sind dir wohl verdient haben so ja also gut Ich bin halt rein sich.
00:44:30: meine Eltern waren auch schon relativ alt als ich geboren wurde.
00:44:33: das heißt also dass es ist alles noch sehr mit historischen Bezug.
00:44:38: Meine mutter war Jahrgang sieben zwanzig und mein vater jahrgang Einzwanzig.
00:44:43: die sind anders aufgewachsen Die haben also meinen Vater.
00:44:46: zum Beispiel hat diese Gewalt an Schulen noch ganz massiv erlebt in der Weimarer Republik, also mit Nazi und so hat das gar nichts zu tun.
00:44:55: Das war vorher auch schon und auch schon genauso stimmen.
00:44:59: Dass Kinder täglich geschlagen wurden vor allen Dingen auch in den unteren Schulsystem die Volksschule.
00:45:06: Und in so einem Umfeld ist eben ein Ernstimmel groß geworden, auch sozialisiert worden Und hat das dann eben als Lehrer, wie selbstverständlich, nämlich mal an auch in seine Schule hineingetragen?
00:45:19: Ja.
00:45:20: Nur jeder sollte auch dazulernen können
00:45:22: und später
00:45:23: sind es nach fünfundvierzig hatte ihm dann so nach und nach vielleicht klar werden können.
00:45:28: Vielleicht doch ein bisschen extrem oder so.
00:45:31: Wie gesagt er hat ja wohl offenbar auch da noch geschlagen, als es dann Anfang der siebziger Jahre ganz offiziell verboten wurde.
00:45:38: Das macht die Sache dann noch derber.
00:45:41: Ja, das zeugt ja auch davon.
00:45:43: Er war davon überzeugt was er getan hat
00:45:44: und
00:45:44: nicht nur dass es irgendwie normal war für ihn sondern durchaus der Vorsatz auch gegeben war.
00:45:50: Also normal ist ja okay aber dann sicher keine Vorbildfunktion kein Name für eine Schule.
00:45:55: Nee vor allem wenn er das normal so ausgelegt hat wie das manche berichten.
00:46:00: also das war ja schon mehr als ne Orphage.
00:46:02: was er manchmal verteilt hat macht die Sache dann auch.
00:46:05: nochmal finde ich brisanter Weil da ja dann gedanklich auch noch mal was anderes hintersteckt.
00:46:12: Na gut, aber zumindest ja wie gesagt den Namen ändern sie und dann gucken wir mal was warum kommt und finde ich gut dass die Schule das selber entscheiden soll und wer jetzt da nicht auch noch eine politische Debatte losreißen und jeder Partei irgendwie ihre eigenen historischen Figuren quasi mit nach vorne bringen will.
00:46:31: Gut, aber ich glaube trotz allem ist da wahrscheinlich immer noch nicht das letzte Wort gesprochen.
00:46:36: Was den Namen angeht ja oder die Namensänderung dieser Aufarbeitung kann ich mir vorstellen dass es nochmal so ein bisschen nachhaltend wird und hoffe ich irgendwie auch um mehr Klarheit zu bekommen.
00:46:46: je mehr Quellen man hat desto besser.
00:46:49: Also man wird jedenfalls intensiv drüber nachdenken diskutieren.
00:46:52: die Namensgebung damals also dass man sich in den siebziger Jahren dann für den Namen entstimmel entschieden hat das ist.
00:46:59: Nach allem was ich so gehört haben Sie eine Entscheidung zwischen Tür und Angel gewesen, also wirklich ohne groß nachzudenken auf dem Motto naja gut denn irgendwie ein müssen wir jetzt ehren werden gehen bei den schulnamen unschuss Und das Ganze war auch eine Parteikungelei damals.
00:47:15: Das ist ja heute noch so irgendwie, will man zum Beispiel sich mal mal angucken wie Straßennamen damals ... Auch heute noch benannt werden?
00:47:23: Heute hat die eine Partei das erste Wahlrecht und dann kommt die andere Partei wieder dran beim nächsten Mal im nächsten Baugebiet.
00:47:31: So war es damals ohne groß nachzudenken...
00:47:35: Damals wurde mehr gemacht noch.
00:47:37: Einfach machen.
00:47:39: Nicht
00:47:39: denken!
00:47:41: Einfach machen nicht denken, das könnte tatsächlich am Wochenende.
00:47:43: Da kommen wir jetzt nämlich hin.
00:47:49: Ich bin auf die Zeit, wir sind ja schon bei fast fünfzig Minuten.
00:47:55: Es gibt mir wieder einiges in Marl jetzt am Wochenend wo ihr hingehen könnten bisschen Spaß haben könnt.
00:48:01: Die top drei haben wir mal rausgesucht.
00:48:03: als erstes der Feierabendmarkt mit Ibiza Sound und zwar das ganze beim Biker Treffogel am Freitagabend siebzehn bis zwanzig Uhr Fürs Navi, das ist die Marla Straße, dreihundert und zwanzig.
00:48:15: Da eintritt es frei!
00:48:16: Es gibt ja wie gesagt einem DJ, es gibt was Leckeres zu trinken und zu essen und ihr könnt dann netten Abend verbringen.
00:48:24: Und wenn ihr das Ganze abtrainieren wollt, dann geht am nächsten Tag einfach mal zum.
00:48:27: vierundzwanzig Stunden schwimmen im städtischen Hallenbad am Badeweier Paul Baumannstraße Nummer eins ist.
00:48:33: Das Samstagdreizend Uhr geht's los, Sonntagdreizehn Uhr hört es auf und das geht tatsächlich die ganze Nacht durch.
00:48:39: Ja, mehr oder weniger jeder kann mitmachen.
00:48:42: Startgebühr für Kinder sind sechs Euro für Erwachsene acht Euro und wenn ihr bei uns auf der Website schaut da findet ihr alle weiteren wichtigen Infos die dazu nötig sind.
00:48:52: Und dann haben wir noch die Tanzschule Klein Die den dritten Teil ihrer Saga Fire and Ice Auf die Bühne bringt.
00:48:59: Diesmal ist es The Tears of Serenity.
00:49:03: Da geht's um eine geheimnisvolle Unterwasserwelt Und Aufführungen sind am Samstag um neunzehn Uhr, am Sonntag um elf und um vierzehn Uhr natürlich im Theater Mal.
00:49:13: Und Karten gibt es direkt bei der Tanzschule Klein!
00:49:17: Ja, damit wären wir durch für heute.
00:49:19: Vielen Dank euch beiden.
00:49:20: Gerne!
00:49:21: Gerne?
00:49:22: Ja
00:49:22: vielen dank euch da draußen und bis zum nächsten mal.
00:49:24: Tschüss!
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